Erst wenn Sie die vorherige Lektion (Monographien) verstanden und am besten bereits umgesetzt haben, sollten Sie diese Lektion (Sammelwerke) durcharbeiten – denn dann fällt Ihnen die eigene Umsetzung leichter.

Video, Dauer: 7:18



Transkript des Videos

Dies ist ein Sammelwerk. Wir erkennen das daran, dass irgendwo da oben die Abkürzung für „Herausgeber“ erscheint.

Wir brauchen aber vielleicht nur einen Beitrag aus diesem Sammelwerk. Der muss natürlich auch in unseren Metadaten zu finden sein, damit die Kurzbelege, aber auch die Angaben im Quellenverzeichnis vollständig sind und stimmen.

Die Metadaten eines einzelnen Beitrags findet man aber nicht immer direkt online.

Schauen wir uns zunächst einen einfachen Weg an, der nur deshalb einfach ist, weil der Verlag – in diesem Fall – jeden Beitrag einzeln online anbietet.

Unser zweites Beispiel ist ein Beitrag in einem Sammelwerk, also in einem Sammelband, herausgegeben von jemandem, der vielleicht auch selbst darin etwas geschrieben hat und mit weiteren Autoren gemeinsam das Buch gefüllt hat.

Hier ist der Text: Gertler beschreibt die Vertrauenswürdigkeit von Medien als einen der Faktoren für die individuellen Prozesse der Meinungsbildung. Und das auf den Seiten 90 bis 91.

Eine Referenzierung wird nun gebraucht. Woher bekommen wir sie?

Aus dem Web. Google Scholar wäre ein guter Weg, um Einzelbeiträge zu suchen, nicht Bücher, die sucht man bei Google Books. Google Scholar sucht nach Zeitschrifteneinträgen oder Einzelbeiträgen.

Da ist ein Eintrag, der führt direkt zum Verlag Springer, man auch schon einiges aus dem Beitrag lesen. Und hier sind die Angaben zu dem Beitrag aus diesem Buch, auch eine Zusammenfassung zu dem Artikel.

Referenzierungen sind bereits erfolgt. Über diesen Button oben im Browser können wir jetzt wieder Daten übernehmen, in diesem Fall von Springerlink.

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten für Zotero: mit Springerlink, mit DOI oder mit Embedded Metadata speichern. Wir schauen sie uns am besten alle einmal der Reihe nach an.

Mit Springerlink. Der Volltext ist nicht dabei.

Mit DOI.

Und mit Embedded Metadata.

Schauen wir, wie das aussieht.

Das ist schon schlecht. In Quellenverzeichnissen gibt es keine Titulatur, auch im Text der Arbeit nicht. Da müsste jetzt nur der Vorname stehen.

Der Seitenbereich ist richtig, auch die Datumsangabe. ‘Aber es fehlt noch an einigen Infos.

Dies wird nur als „Datei“ referenziert, das ist auch nicht gut.

Wie sind es hiermit aus? Dies ist offenbar ein… „Buchteil“ – um das muss es gehen!

Dies hingegen ein „Zeitschriftenartikel“, aber das ist es ja gar nicht. Es ist ein „Buchteil“.

Dies hier ist auch ein Buchteil. Welcher ist nun vollständig, welcher ist richtig…?

Herausgeber – richtig. Das sind die beiden Herausgeber und das ist der Verfasser des eigentlichen Beitrags. Das Buch heißt „Digitale Politikvermittlung“, der Beitrag heißt „Zwei Paradigmen nebeneinander“. Wiesbaden, Springer Fachmedien, dies sieht vollständig aus. Jahreszahl und Seitenbereich ist wichtig in diesem Fall.

Der Seitenbereich muss pro Beitrag mit angegeben werden.

Also, der oberste Eintrag ist der richtige. Zur Gegenkontrolle: wie sieht der hier aus? Da fehlt der Verlagsort, der ist in den Verlagsnamen hineingefummelt, das ist unbrauchbar.

Hier haben wir wieder das Prof. Dr., das nicht hineingehört.

Das hier ist die richtige Version. Also, die anderen beiden gleich aus unserer Datenbank in Zotero entfernen.

Dieser Datensatz wird genutzt, er ist vollständig, er ist in Ordnung.

In Word jetzt einfach die nächste Fußnote einbringen, zuvor die Notiz zu den Seiten wegnehmen.

Nicht Fußnoten setzen, übrigens, über die Funktion von Word selbst, mit Einfügen – Fußnote… Das wäre die händische Arbeitsweise. Das ist aber nicht komfortabel, wenn wir mit Zotero arbeiten, denn Zotero legt ja, wie in der vorherigen Lektion schon gesehen, die Fußnote selbst an.

Der Vorteil besteht darin, wenn man später umstellt auf eine In-Text-Referenzierung, dann verschwindet die Fußnote und es erscheint die In-Text-Referenzierung. Das geht aber nur, wenn von Anfang an Zotero selbst das Erzeugen von Fußnoten übernimmt.

Also, einfach nur an die Stelle gehen, wo die Fußnote entstehen soll, Zotero – Add Citation klicken.

Eingeben: gertler, die angebotene Quelle klicken: Zwei Paradigmen nebeneinander, hier ist es, und hier haben wir einen Seitenbereich des Zitats gehabt, daher schreiben wir: 90 bis 91, oder üblicherweise macht man das so: 90 f., und auch hier nicht vergessen: „Vgl.“, denn es ist kein wörtliches Zitat.

Zweimal Enter… und die Fußnote ist angelegt, sie ist unten als Fußnote erschienen, und hier ist der vollständige Eintrag auf Basis der Daten, die wir in Zotero eingegeben hatten.

Der Beitragstitel. „In:“ das ist das Buch, das von diesen Herren herausgebracht wurde, Friedrichsen und Kohn, Herausgeber, so heißt es, und das ist der Seitenbereich. Wiesbaden: Springer. Fachmedien online verfügbar, das „unter“ könnte man weglassen, kann man aber auch drinlassen, denn das ist natürlich ein guter Hinweis: es ist zwar als gedrucktes Buch erschienen und ein Beitrag des gedruckten Buchs, aber ist sogar von dem Verlag ausgekoppelt online abrufbar zu haben.

Wenn die Metadaten zum Beitrag im Sammelwerk nicht online zu finden sind, gehen Sie einfach so vor:

Erstens: das Buch als solches eintragen, online finden und eintragen wie bei der Monographie,
dann den Eintrag in der Zotero-Datenbank umstellen von „Buch“ auf „Buchteil“,
die Angaben zum Beitrag dann selbst ergänzen, nämlich: Titel des Beitrags,
dann einen neuen Autor anlegen, den Namen richtig eingeben,
die bisherigen Autorenangaben, falls sie da noch als „Autor“ stehen, auf „Herausgeber“ umstellen,
und den Seitenbereich des Beitrags ergänzen.

So schwierig ist das also auch nicht – es geht!