Es ist wie mit dem Schwimmenlernen: Nur ein wenig durch das seichte Wasser am Strand zu waten trägt noch nicht dazu bei, seine Schwimmfähigkeiten zu entdecken und zu entfalten.

Wer die Hinweise des Schwimmlehrers nicht ernst nimmt, wird entweder die Faszination des Schwimmens nie erleben oder aber läuft sogar Gefahr, unterzugehen, wenn er plötzlich und unerwartet auf seine Schwimmfähigkeiten angewiesen ist.

Mit dem Studium ist das nicht anders: Ohne Training des wissenschaftlichen Arbeitens entdeckt man es nicht und strandet am Ende, erreicht sein Ziel nicht, nämlich den Abschluss eines hochschulischen Studiums.

Wenn die Hürde, sich auf sauberes wissenschaftliches Arbeiten einzulassen, für jemanden zu hoch ist, weil er es nicht mag oder nicht schafft (beides hängt in der Regel zusammen: was man nicht mag, gelingt einem auch nicht): dann sollte man es womöglich besser frühzeitig abbrechen und sich andere Herausforderungen suchen, die zum eigenen Lebensentwurf passen.

Um herauszubekommen, ob es einem wirklich nicht liegt, sollte man es aber mindestens einmal mit Sorgfalt und in großer Ernsthaftigkeit versucht haben.

Ganz viel Erfolg und neue Erkenntnisse!

Prof. Dr. Martin Gertler

PS: Danke für Ihr Feedback: